09.06.17 07:47

Startschuss für das Projekt „Berufsbezogene Lehre“ am Institut für Anglistik und Amerikanistik

Mit dem Sommersemester hat das Institut für Anglistik und Amerikanistik der Heinrich- Heine-Universität ein auf zwei Jahre angelegtes Kooperations-Projekt mit dem Ziel begonnen, berufsrelevante Kompetenzen in allen Phasen des Bachelorstudiums zu stärken und so frühzeitig einen starken Praxisbezug herzustellen.

Anders als beispielsweise Juristen oder Mediziner steuern Studierende der Philosophischen Fakultät am Ende ihres Studiums kein konkretes Berufsfeld an. Dafür haben sie jedoch in besonderem Maße die Möglichkeit, sich in den Studiengängen der Fakultät Fähigkeiten anzueignen, die später in verschiedensten Berufen von Bedeutung sind. ‚Soft Skills‘ wie Kommunikations-, Recherche-, Präsentations- und Textkompetenz zeichnen Studierende der Anglistik aus und machen sie zu konkurrenzfähigen, attraktiven Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt.

Das Projekt „Berufsbezogene Lehre“ trägt dazu bei, diese Kompetenzen früh zu benennen, zu konkretisieren und gezielt zu schulen. Organisiert und praktisch umgesetzt wird es von den Lehrstühlen für Englische Sprachwissenschaft (Anglistik III) und Neuere Englische Literatur (Anglistik IV). Gezeigt werden soll, dass ein Studium zugleich forschend UND berufsbezogen sein kann. Die Kooperation zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft ermöglicht hierbei eine stärkere Flexibilisierung der Arbeitsbereiche. Zudem soll der Einbezug interdisziplinärer und berufsbezogener Themen ein „outside-the- box“-Denken der Studierenden fördern. So wird der Schritt vom Studieninhalt zur beruflichen Umsetzung bereits im Bachelor vorbereitet und der Eintritt in den Arbeitsmarkt, beispielsweise in die Bereiche Kulturmanagement, Verlagswesen, Medien, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Event Management oder Corporate Communication, erleichtert.

Konkret werden im Projekt „Berufsbezogene Lehre“ bereits in den Pflichtmodulen des ersten Studienjahres exemplarisch praxisbezogene Unterrichtsgegenstände, wie außeruniversitäre Text- und Sprachgattungen, beispielsweise des Marketings oder der Unternehmenskommunikation, integriert. Für das zweite und dritte Studienjahr werden berufsbezogene Studieninhalte und Kompetenzen mit fachspezifischer Thematik behandelt. Der Fokus des zusätzlichen Lehrangebotes liegt dabei auf der Vermittlung und Schulung berufsrelevanter Themen und Methoden, wie systematische Recherche und Projektplanung, Selbstorganisation und Teamwork, Präsentations- und Diskussionstechniken, das sichere Beherrschen verschiedener, situativer Sprach- und Textvarietäten und der Umgang mit Funktionsweisen und Interaktionsräumen von Sprache, Literatur, Kultur und Gesellschaft.

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